13. Swiss Bike Masters

22/07/2006 08:00

Die "kleine" Runde ist 30km lang bei 1500 Höhenmeter, die "mittlere" ist 75km lang bei 3000 Höhenmeter und die "grosse" Runde ist 120km lang bei 5000 Höhenmeter.  Die Carschinahütte ist der höchste Punkt der berühmten Swiss Bike Masters Strecke. Ausgangspunkt und Ende der Strecke ist in Küblis.

Teilnehmer: Nicole (30km), Stephan (120km)

Links: Homepage*, Meldeliste*

Besonderheiten: Team-Spirit am Masters!

  • Staffel-Kategorien (Damen / Herren / Mixed) auf der 120 km Strecke: 3 FahrerInnen teilen sich die 120 km fair auf :-) Übergabepunkte: Saas und Schifer.
  • SIE & ER Kategorien auf der 75 km und der 120 km Strecke. SIE & ER folgt der Philosophie des gemeinsamen Erlebnisses, das heisst, die beiden Partner fahren die Strecke miteinander vom Start bis ins Ziel und erleben das Abenteuer Swiss Bike Masters Prättigau mit Höhen und Tiefen in einer einzigartigen Dimension.
  • Tandem-Kategorien auf der 75 km und der 120 km Strecke. Eine eigene Kategorie für ganz Unzertrennliche...
Ort: 
Küblis Prättigau (CH)

Swiss Bike Masters

Glückwünsche an die Alpencrosser Nicole & Stephan.
Stephan, Du hast es geschaft! Diesen Husarenritt mit über 5000 Höhenmetern gefinished in 10:09.51,3. Ich glaub es ja wohl nicht ....!!!
Gruß, Matthias

Swiss Bike Masters

Hallo Matthias, Hallo Crosser,

Zunächst einmal Matthias habe ich mich sehr über Deine Glückwünsche gefreut. Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit. Dadurch schmeckt so ein sportlicher Erfolg erstmal so richtig gut.

Insgesamt war der Swiss Bike Masters einer meiner größten sportlichen Herausforderungen überhaupt. Vor dem Rennen wußte ich nicht genau ob ich mir diese Distanz überhaupt zutrauen könnte. Jetzt weiß ich was geht, und was nicht mehr gehen würde. Nach 120 km, 5000 Hm, 10:09.51 h war ich dann letztendlich froh das Ziel erreicht zu haben.

Als wir am Vorabend des Rennens in Küblis eintrafen erwartete uns ein sehr schönes Fahrerlager, welches direkt an einem Fluß lag. Dieser hatte auch eine lebenswichtige Funktion zur Regulation der Körpertemperatur bei einer Außentemperatur von ca. 35 ° C (gefühlte ...). Nicole entdeckte unter den Leuten durch Zufall ein früheren Arbeitskollegen von mir, der jetzt in Davos arbeitet, so daß es den ganzen Abend beim Bierchen was zu schwatzen gab.

Renntag: 05:30 Uhr aufstehen! Alles fertig machen zum Start. Nicole hatte zum Glück noch ein Stück Kuchen gekauft, welches ich mir 5 min vor dem Start noch hasig runter würgte. 6:35 Uhr donnerte der Startknall durch Küblis für die 120km-Leute. Der erste Anstieg zur Carschina wurde wie gewohnt abgespult. Am Anfang Teer, dann Schotter und zwischendurch ein Tragestrück bei dem wohl meine Pulsuhr explodiert wäre wenn ich denn ein umgehabt hätte. Meine Bremsbeläge hätte ich etwas früher wechseln sollen, da diese nach einer nur minimalen Einfahrzeit an den Bremsbelägen nervtötend quietschten. Die Abfahrt war dann sehr abwechslungsreich, zum Teil über viele kleine technische Singletrails. Nach ca. 1/2 des Rennens verspürte ich zum erstenmal einen kleinen Leistungsknick, so daß ich froh war in Klosters einen der vielen gut ausgestatteneten Verpflegungsplätze zu erreichen. Dort erstmal kräftig aufgetankt, und wie durch eine Wunder ging es volle Kraft voraus auf die Caua. Die anschließende Abfahrt war zermürbend und auf die länge gesehen recht technisch. Die Bremsen glühten unter der Dauerbelastung, die Hände waren taub und es rüttelte mächtig in der Rübe. Die kleineren Anstiege am Ende hatte ich vor dem Rennen auf dem Höhenprofil gar nicht war genommen, aber jetzt zum Rennende waren sie deutlich spürbar. Ich wunderte mich schon wo denn die 5000 Hm herkommen sollten, aber keine Sorge, das summiert sich schon. Auf den letzten 10 km konnte ich, für mich unerwartet, nochmal richtig Druck aufs Pedal bringen und einige meiner langstündigen Begleiter abschütteln. Überglücklich habe ich nach 10:09.51 das Ziel erreicht wo Nicole schon auf mich gewartet hatte.

Nicole hat Ihren "kleinen" Marathon zusammen mit einer Bekanntschaft vom Zeltplatz zusammen genossen. Die Damen hatten sich auf Ihrem Weg zur Madrisa erstmal kräftig durchmassieren lassen und hatten wohl immer viel zu schnattern, so daß Nicole von diesem Marathon total begeistert war.

Am Ende ein riesen Kompliment an die Schweizer. Eine der besten Rennveranstaltungen, an der ich teilgenommen habe (Organisation, Verpflegung, Rahmenprogramm, Zeltplatz, Stimmung, alles perfekt) Das schönste war, das unsere Namen auf den Startnummern standen, so daß wir von den zahlreichen Besuchern mit unseren Namen angefeuert wurden. Das klang sehr lustig, und man hatte immer das Gefühl eine Riesen-Fangemeinde hinter sich zu haben.

Anschließend haben wir das Rennen mit einer Woche Radurlaub im Tessin ausklingen lassen.

Nur noch zur Information: Nicole und Ich werden Halle verlassen und am 19.08.06 nach Potsdam ziehen. Am 18.08.06 grillen wir nochmal an der Saale (bei schönem Wetter) oder machen eine kleine Party in unserer alten Studentenbude (bei schlechten Wetter). Es sind alle herzlich eingeladen. Ort und Zeit werde ich noch genauer beschreiben. Durch den Umzug sind erstmal alle weiteren Radprojekte in diesem Jahr fraglich. Nächstes Jahr gehts volle Lotte weiter! Potsdam ist ja nicht die Entfernung...

In diesem Sinne erstmal viele Grüße von

Nicole und Stephan

und für alle Ischgl-Alpencrosser alles Gute und besseres Wetter als letztes Jahr!

Da bekommt man ja richtig Lust auf mehr

... wenn man diesen Beitrag liest. Bin auch ab morgen in den Alpen, etwas relaxen, in Ischgl und so. Gruß, Matthias